5. Nach Erhalt meiner Patientenakte ging es rund


Wie zuvor erwähnt, erhielt ich in der 2. Augusthälfte 2011 endlich meine Unterlagen von der RA R.. aus H. zurück. Mittlerweile hatte ich auch durch Gespräche mit anderen und auch dem Internet herausgefunden, dass ein Arzt bestimmte Berufspflichten hat. denn es kann doch nicht sein (zumindest nicht in Deutschland), dass man zum Arzt geht und wird paar Monate später mit einer hohen Rechnung überrascht 😦

Als erstes verglich ich die Aufzeichnungen des Arztes mit meinen eigenen Notizen. Es stand da für den 20.10.09 etwas drin, (Gespräch mit Helferin) obwohl ich an diesem Tag (nachweislich!) nicht in der Arztpraxis war. Ich dachte, er kann doch nichts mit der Krankenkasse abrechnen, wenn ich gar nicht in der Praxis war. So setzte ich mich mit dieser in Verbindung, ließ alles Weitere ruhen, denn ich hoffte, dadurch Aufklärung zu erhalten. Der Mitarbeiter meinte, er würde mir die Abrechnungen dieses ZA zusenden. Das dauerte aber eine Weile, da alles manuell gemacht würde und es recht aufwendig war, da verschlüsselt.

Anfang November 2011, also ca. 2,5 Monate nach erhalt meiner Unterlagen, nahm ich mir die Zeit, auch die restlichen Papiere durchzusehen. Zwischendurch brauchte ich einfach etwas Ruhe, das ging mir alles so an die Substanz, wenn man sich nur damit beschäftigt, zumal ich ja auch herzkrank bin. Auch hatte ich zuvor stets noch anderes zu erledigen, Arztbesuche, Physiobehandlungen, u.v.m. und das Ganze nahm mich sowieso schon derart mit, so dass sich mein Gesundheitszustand seitdem laufend verschlechterte.

Bei der Durchsicht fielen mir dann Papiere auf, wo ich mich über die etwas seltsamen Unterschriften wunderte. Ich dachte, wie denn das, ich war doch nicht betrunken, denn ich trinke keinen Alkohol. Es waren NICHT meine eigenenen Unterschriften. So las ich dann auch noch das, was drüber stand…und das war eben Einverständiserklärung über Zahlung von dieser Extra Leistung.  Dass ich über Extra-Kosten in der ZA- Praxis aufgeklärt wurde, diese wollte und mit meiner Unterschrift zustimmte. Gleichzeitig wußte ich auch, dass ich sowas nie unterschrieben habe/hätte. Datiert waren die Papiere mit dem 20.10.09, wo ich jedoch nicht in der Praxis war. Aber das Datum lediglich seitens der ZA Unterschrift, das Feld zum Datum der Patientenunterschrift blieb leer. Zwischen dem 19.10.09 (mein Erstbesuch wegen Zahnschmerzen, wo auch Abdrücke gemacht wurden) bis zum 03.11.09 (erster Tag der Behandlung) war es ja ein längerer Zeitraum. Also gab es im Nachhinein natürlich nicht viel Möglichkeiten, etwas Zusätzliches (zu anderen Tagen dazwischen) zu schreiben.

So ging ich zur nächsten Polizeistation, wo ich Anzeige gegen unbekannt erstatten wollte. Unbekannt deshalb, weil ich ja nicht gesehen habe, wer meine Unterschriften nachmachte, bzw. nicht dabei war, als dies geschah. Allerdings ist der Arzt für die Patientenakten zuständig und sollte klären können, was da falsch lief. Der erste Bedienstete, den ich ansprach, sagte was von einem Kavaliersdelikt (passiert eben mal, Pech gehabt). Er überlegte, ob er mich denn überhaupt zu jemand anderem weiterleiten solle. Ich dachte, das kann doch nicht sein, zumal ich mich vorab schon über den §267 informiert hatte. So fragte ich ihn nach seinem Namen. er sagte ihn mir, aber gleichzeitig auch, sobald ich aus dem Gebäude wieder hinausgehen würde, hätte er unser Gespräch schon wieder vergesen. Bis heute weiß ich nicht, was ich davon halten soll, mir haut es immer noch die sämtlichen Fragezeichen heraus. Aber wahrscheinlich gibt es eine ganz einfache Erklärung. 🙂 Dann kam ein anderer Beamte hinzu, der erste wollte ein Buch holen, um etwas über Unterschriften/Urkundenfälschung zu finden. Der zweite Bedienstete verwies mich dann aber weiter, in einen anderen Raum. Der Bedienstete darin, Herr M., sah mich ständig prüfend an, nachdem ich den Sachverhalt schilderte, glaubte mir anscheinend nicht. Mehr unfreiwillig nahm er dann doch eine Anzeige auf, setzte sich dazu an seinen PC und gab mir das ausgedruckte Formular zum Durchlesen. Darin verschrieb er sich paarmal zu meinen Ungunsten, obwohl ich ihm paar Minuten zuvor den Sachverhalt richtig schilderte. Kann man das innerhalb weniger Minuten vergessen? Er sagte, er bessere das aus, ging wieder an seine PC, erneuter Ausdruck. Gab mir wieder das Formular in die Hand, ich durfte es paar Sekunden behalten, in denen ich den zweiseitigen Ausdruck (DIN A 4) gar nicht durchlesen konnte. Ich musste es unverzüglich unterschreiben und ihm geben. Ich sagte, ich hätte es noch nicht durchgelesen, aber das interessierte ihn nicht. Naja, ich dachte, vielleicht hat er Stress oder ich habe ihn bei seiner Kaffeepause gestört? Okay, ich unterschrieb, damals hegte ich noch keinen Argwohn, dachte alle Polizisten sind gute Menschen (dein Freund und Helfer), aber ich wurde eines Besseren belehrt. So war ich stets der Meinug, ich hätte meine Anzeige (aus o.g. Gründen) gegen unbekannt gestellt. Erst am 04.07.14 erfuhr ich zufällig, dass diese Anzeige nicht gegen unbekannt aufgenommen wurde, sondern gegen den Arzt selber. Dass der Arzt bei der Polizei gute Freunde zu haben scheint, wurde mir in den letzten Jahren von anderen Personen bestätigt. Leute aus meine Kreisen (die Herrn M. wahrscheinlich besser kennen, denn ich sah ihn zum erstenmal) fragten mich, warum ich diese Anzeige nicht selber schrieb und der Staatsanwaltschaft zukommen ließ.  Doch ich wußte zum damaligen Zeitpunkt noch nicht, dass man das kann. Hatte kaum was mit der Polizei zu tun. Lediglich 1999 erstattete ich mal eine Anzeige wegen Beleidigung (auf meinem AB, den ich mitnahm). Aber da sich diejenige Person noch nichts zuschulden kommen ließ, wurde das Ganze damals eingestellt.

Dass die Unterschriften nicht identisch sind, bestätigten mir mittlerweile mehrere (auch studierte) Personen. Erst vor ein paar Wochen wieder eine studierte Person, diese meinte, die anderen Unterschriften hätten eine ganz andere Schriftführung. Aber niemand davon ist ein Schriftgutachter. Die Staatsanwaltschaft sieht es nicht für nötig an, ein Schriftgutachten machen zu lassen, da es „nur“ um einen Ausgangsbetrag von knapp 450,- geht. Und ein Gutachten ca. das 3-4 fache kostet. Sollte es aber nicht eigentlich ums Prinzip gehen? Doch für den Bau eines neuen Justizgebäudes waren dann aber jede Menge Euros vorhanden. 🙂

Dürfen wir jetzt alle Unterschriften fälschen, um uns daran zu berreichern, soweit ein bestimmter Betrag nicht überschritten wird?????? Oder dürfen das nur bestimmte Berufsgruppen? Denn im umgekehrten Fall sähe die Sachlage wohl anders aus.

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Ein Kommentar zu “5. Nach Erhalt meiner Patientenakte ging es rund

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