Zitate über die Justiz

Hier schreibe ich einige Zitate auf, welche nicht von mir selber sind, deshalb gebe ich auch den jeweiligen Verfasser stets mit an. Die Zitate werden laufend ergänzt. Manche davon kann ich auf meinen Blog beziehen, leider :(, das dient vielleicht dazu, das Geschehene ein wenig besser zu verstehen.

Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es Gnade euch Gott. Carl Theodor Körner (Deutscher Dichter)
Wenn Unrecht zu Recht wird ,wird Widerstand zur Pflicht!

Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.   (Berthold Brecht)
Kläger: ehemaliger Freund, meist jemand, dem man einen Gefallen erwiesen hat. (Ambrose Bierce)

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht. (Abraham Lincoln)

Der Richter fragte: „Ich gebe dir Recht, was gibst du mir?“ (Erhard Horst Bellermann)

Wundert euch nicht, wenn Richter statistisch gesehen eher für das Kapital und gegen die kleinen Leute entscheiden. Denn: Richter verdienen viel Geld. Und das kommt ja auch irgendwo her… (Wolfgang J. Reus)

Am schlimmsten sind die Richter, die glauben, schon deshalb recht zu haben, weil sie Recht sprechen dürfen. (RA Robert Muthmann)

Der Arzt, der Prediger, der Richter und der Politiker oder Staatsmann hätten niemals zu Brotberufen ausarten dürfen.  (Sigmund Graff)

Strenge Richter: Wär‘ der liebe Gott so streng,Wie die Menschen im Verdammen,
Würde bald der Platz zu eng, Drunten in der Hölle Flammen. ( Theologe Friedrich Pesendorfer)

Sei ehrlich – und sie richten dich! Lüge – und du bist ein Held! (Thomas S. Lutter)

Richter sollen bedenken, daß es ihres Amtes ist, das Gesetz auszulegen, nicht Gesetze zu machen oder zu geben. Richter sollten mehr gelehrt als geistreich, mehr ehrwürdig als beifallsüchtig und mehr bedachtsam als zuversichtlich sein. Vor allem ist Rechtschaffenheit ihr Teil und ihre eigentliche Tugend. (Sir Francis von Verulam Bacon)

Ist der Irrtum eines Richters ein schrecklicheres Unglück als der Sturz eines Postwagens in den Abgrund oder die Explosion einer Maschine? Die Schuldigsprechung eines Unschuldigen entspricht ganz folgerichtig der Mangelhaftigkeit unseres Gerechtigkeitsapparates, sowie der Sturz des Dachdeckers vom Dache sich als eine Folge des Umstandes darstellt, daß die Menschen unter Dächern wohnen. Der Tod eines unschuldig Verurteilten ist doch nur ein persönliches Unglück, die Freisprechung eines Schuldigen bedroht das allgemeine Wohl. Das Verbrechen lauert horchend an der Türe des Gerichtssaals , studiert die Auslegung des Gesetzes und erspäht jede Lücke, welche ihm eure Nachsicht offen läßt, zu seinem Vorteil. Ein Richter, der in der Furcht, einen Unschuldigen zu verurteilen, zehn Schuldige freispräche würde töricht handeln; besser zehn Unschuldige verurteilen als einen einzigen Schuldigen laufen lassen. (Claude Tillier)

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen. (Dieter Hildebrandt)
Filmemacher sollten bedenken, dass man ihnen am Tag des Jüngsten Gerichts all ihre Filme wieder vorspielen wird. (Charlie Chaplin)

Die Justiz ist auf keinen Fall der richtige Ort, um nach Intelligenz zu suchen. (Dieter Nuhr)

Die Justiz ist ein Krebsgeschwürdes Rechtsstaates, das wir ausrotten müssen. (Silvio Berlusconi)

Wie du gerichtet, wird man dich richten. (Friedrich Rückert)

Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen (Friedrich von Schiller)

Justitia‘ braucht einen Behindertenausweis. Sie ist schwer beschädigt. (Norbert Blüm)

Juristische Schwierigkeiten gibt es nicht für Leute mit Geld. (George Bernhard Shaw)

Das Studium des Rechts ist schmutzig und gewinnsüchtig, denn sein letzter Zweck ist Geld; man studiert die Rechte nicht zur Ergötzung und um der Kenntnis der Dinge wegen.  (Martin Luther)

Recht wird nach Gebühr entschieden.  (Winfried Hönes)

Man merkt unserm Recht das Alter an – es ist schon gebeugt. (Bert Berkensträter)

Um Recht zu tun, braucht’s wenig, und insofern hätte Cicero recht, wenn er binnen drei Tagen ein Rechtsgelehrter zu werden sich getraute, aber um ungestraft Unrecht zu tun, dazu gehört ein Studium.  (Karl Julius Weber)

Die Gesetze gleichen den Spinnweben, denn fällt etwas Leichtes und Schwaches hinein, so wird es festgehalten, wenn aber etwas Grösseres, dann schlägt es durch und kommt heil davon.  (Solon)

Recht ist Auslegeware und wird wohlfeil verkauft.  (Jürgen Peters)

Vor dem Recht sind alle gleich. Aber nicht vor den Rechtsprechern.  (Stanislaw Jerzy Lec)

Vor dem Recht sind alle gleich, bis auf jene, die das Recht anwenden. Sie können nicht gleich sein, da sie sich dem Recht unterwerfen müssten, statt es anzuwenden.  (Jürgen Peters)

Keine Macht darf über dem Recht stehen. (Cicero)

Stallgeruch – Rechtsbruch – Richterspruch. (Dieter Orth)

Was hilft’s, daß das Recht für alle gleich ist, wenn’s der Richter nicht ist?  (Markus M. Ronner)

Du sollst das Recht nicht beugen, die Person nicht ansehen und nicht Bestechung annehmen. (5. Mos. 16,19)

Gesetz und Rechtsprechung sind auch im Rechtsstaat nur schöner Schein, wenn die Interessen der Obrigkeit oder unfähige Richter im Spiel sind. (Prof. Querulix)

Prozess, subst. masc. Eine förmliche Untersuchung zu dem Zweck, den makellosen Charakter von Richtern, Advokaten und Geschworenen zu beweisen und aktenkundig zu machen.  (Ambrose Bierce)

Armenrecht, subst. neutr. Eine Methode, mittels deren einem Rechtssuchenden, der kein Geld für Anwälte hat, gnädig erlaubt wird, seinen Prozess zu verlieren.

Gerecht: GEH, RECHT!       „Im Namen des Volkes“, im Namen welches Volkes?
(Jürgen Peters)

Angeklagter, warum wollen sie das Fenster öffnen lassen? Um die Gerechtigkeit hereinzulassen, Herr Richter  (Dieter Orth)

Recht ist, was der proletarischen Klasse nützt.  (Lenin)

Was aber helfen die edelsten Rechte dem, der sie nicht handhaben kann?  (Jacob Grimm)

Wenn man das Recht hinauswirft, kommt der Schrecken zur Tür herein.  (Aus dem Sudan)

Es scheint mir ungerecht, den Richter zu bitten und durch Bitten freizukommen, sondern belehren und überzeugen muß man ihn. Denn nicht dazu nimmt der Richter seinen Sitz ein, das Recht nach Wohlwollen zu verschenken, sondern um das Urteil zu finden, und er hat geschworen, nicht gefällig zu sein.  (Platon, Verteidigungsrede des Sokrates I, 24)

Eine der unangenehmsten Peinlichkeiten in deutschen Gerichtssälen ist die überheblichkeit der Vorsitzenden im Ton den Angeklagten gegenüber. Diese Sechser-Ironie, verübt an Wehrlosen, diese banalen Belehrungen, diese Flut von provozierenden, beleidigenden und hönischen Trivialitäten ist unerträglich.
(Kurt Tucholsky, Unart der Richter, 1929)

Keine Pflicht einer Staatsregierung ist grundlegender als die, höchste Normen ethischen Verhaltens unter denjenigen aufrecht zu erhalten, die mit der Führung der öffentlichen Angelegenheiten betraut sind.  (John F. Kennedy)

Leute, die am höchsten stehn, müssten auch am weitsten sehn. Wenn’s in solcher Wolkensphäre nur nicht oft so neblig wäre! (Ludwig Fulda)

Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.   (Marie von Ebner-Eschenbach)

Der Staatsdienst muß zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.  (Cicero)

Lass von brutalen Gewalten nie deine Seele knechten, kannst du nicht Recht behalten, halte doch fest am Rechten.  (Paul Heye)

Das Recht hat ganz aus Wachs die Nas´, es lässt sich biegen wie der Has´.
(Oswald von Wolkenstein)

Urteile und Verhalten, die grobe Menschenrechtsverletzungen darstellen, aber nicht als Verstösse gegen Gesetzlichkeit gelten, bezeugen, dass die Justiz nicht total von Inhumanität befreit worden ist. (Gjergj Perluca)

Fürchte nicht das Gesetz, sondern den Richter (aus Russland)

Das Recht ist viel gelinder als die Richter. (deutsches Sprichwort)

Richter verkünden nicht das Recht, sondern Urteile. (Robert Kroiß)

Das Recht ist für alle gleich, der Richter aber nicht. (Nando Martellini)

Rechtsanwalt, Staatsanwalt und Richter teilen sich die Gewalt. (Andreas Tenzer)

Schlecht taugt zu erforschen die Wahrheit jeder befangene Richter. (Horaz)

Richter haben wir genug, was uns fehlt, sind die Gerechten. (Peter von Matt)

Richter sind gewöhnliche Menschen, denen außergewöhnliche Macht gegeben ist. (Prof. Querulix)

Die fanatischsten Gläubigen sind die Richter. – Sie glauben sich immer im Recht. (Andreas Tenzer)

Ein Richter ist ein Mensch, dessen subjektiver Meinung objektive Gewalt verliehen ist. (Prof. Querulix)

Den Richter macht, der auf Bestechung sinnt, die Habgier gegen Recht und Unrecht blind. (Dschalal ad-Din Muhammad Rumi)

Gold täuscht, Richter werden getäuscht, Schlechte stehen gut da, Gerechte fehlen, die Besten werden dahingerafft. (Carmina Burana)

Vier Eigenschaften gehören zu einem Richter: höflich anzuhören, weise zu antworten, vernünftig zu erwägen und unparteiisch zu entscheiden. (Xenophon)

Wo der Zorn der Richter ist, Hat Gerechter schon verspielt,
Weil der Zorn nicht auf das Recht, Sondern auf die Rache zielt. (Friedrich Freiherr von Logau)

Man nehme dem Bischof seinen Ornat, dem Richter seine Perücke oder dem Kirchspieldiener seinen dreieckigen Hut, und was sind sie? Menschen – bloße Menschen! Würde, und bisweilen sogar Heiligkeit hängen mehr von Röcken und Westen ab, als viele Leute sich träumen lassen. (Charles Dickens)