Über Religion und Glauben

Hier noch etwas Allgemeines, bzw. meine Auffassung von Religion/Glauben. Wem es nicht passt/gefällt, der muss es ja nicht lesen.

Ich respektiere alle Religionen und Glaubensrichtungen, auch Ungläubige. Ich verurteile deshalb keinen Menschen und wünsche auch niemand den Tod. Denn es steht nicht in meiner Macht, zu richten, da dies eines Tages von höherer Stelle äußerst gerecht geregelt wird. Und die Ewigkeit wird mit Sicherheit länger sein, als das irdische Leben.

Ich akzeptiere und respektiere auch das GG, insbesonders Art. 1-3. Auch wenn sich viele Menschen, vor allem in so genannten „besseren“ Positionen nicht daran halten.

Was eine „bessere Position“ ist oder nicht, ist die alleinige Entscheidung von unserem Schöpfer. siehe z.B. auch hier: Lukas 6:24 – 26:

24 Aber dagegen: Weh euch Reichen! Denn ihr habt euren Trost schon gehabt. 25 Weh euch, die ihr jetzt satt seid!
Denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht! Denn ihr werdet weinen und klagen.
26 Weh euch, wenn euch jedermann wohlredet! Denn das Gleiche haben ihre Väter den falschen Propheten getan

In meiner Kindheit kannte ich außer dem Christentum (ev. und kath.) keine anderen Religionen, aber das war eben früher so in Deutschland, bzw. vor allem auf dem Land. Ich denke, wir hatten damals keine Andersgläubigen in unserem Ort, auch kannte ich als Kind keine Türken. Erst als junge Erwachsene lernte ich an meinem damaligen Arbeitsplatz eine Türkin kennen, wir freundeten uns an und verbrachten auch außerhalb der Arbeit Zeit miteinander. Im Laufe der Zeit lernte ich noch mehr türkische Leute kennen und habe bis heute mehrere türkische Freundschaften. Sie erzählen mir immer wieder mal etwas über ihre Kultur, Religion usw., was ich stets achte und respektiere. Genauso im umgekehrten Fall.

Auch über Weltreligionen habe ich schon einiges gelesen, vor allem interessierte es mich, was es mit dem Buddhismus auf sich hat. Denn man las immer mal was von (Hollywood)Stars, die zu diesem Glauben übergetreten sind, es waren überwiegend Männer. Aber man wechselt seinen Glauben ja nicht wie ein Hemd. Das Einzige, was mir am Buddhismus nicht so gefällt, dass da Frauen keinerlei Rechte haben, ich las z.B., dass sie nicht mal die Fingernägel lackieren dürfen. Ich bin hier in Deutschland im Zeitalter der Gleichberechtigung aufgewachsen und nach Jahrzehnten wäre so eine Umgewöhnung schwierig.

Im Frühjahr 2014 habe ich die ersten Erfahrungen mit Freikirchen gemacht, sowie einer anderen „christlichen“ Einrichtung. Aber ich habe bemerkt, auch da wird überwiegend Wasser gepredigt und Wein getrunken und den meisten geht es lediglich um den Mammon.Aber man kann nur einem Herren dienen…..

Natürlich hört und liest man auch immer wieder etwas über die Kirchenskandale, egal ob evangelisch oder katholisch. Auch in unserer Gegend auf dem Lande bleibt man davon leider nicht verschont. Kirchen braucht man aber nicht, um an Gott zu glauben und zu beten. Siehe dazu auch Matthaeus 18.

Ansonsten gibt es bei jeder Religion gute und schlechte Menschen, ebenso bei jeder Nation.Und genau nach gut oder böse sortiert, werden sie am jüngsten Tag ihre gerechte Belohnung oder auch Strafe erhalten. Man soll einfach nicht alle Menschen über einen Kamm scheren. Ich selber achte und respektiere nur die Guten und nicht diejenigen, die Wasser predigen, aber Wein trinken. Nicht diejenigen, die in der Bibel lesen, oder jeden Sonntag in die Kirche gehen, aber sich letztendlich eben doch nicht an die Gebote halten. So etwas finde ich heuchlerisch und scheinheilig. Für Letztere (Namenschristen) kann ich nur zu deren eigenem Vorteil hoffen, dass sie sich besinnen, aber das liegt leider nicht in meiner Macht.

Egal, welche Religion man auch immer hat; wichtig ist, Menschen und Tiere zu achten, zu respektieren, helfen, wo man kann und niemand Schaden zufügen.Da bräuchte es dann auch nicht die 10 Gebote, so einfach ist das. Denn alle Lebewesen sind das Werk bzw. die Kinder des Schöpfers.

Ein jeder Mensch hat es selber in der Hand, ob er eines Tages „nach oben“ oder „nach unten“ kommt. Und die Ewigkeit ist mit Sicherheit länger als das irdische Leben. Es ist schade und bedauernswert, wenn Menschen ihre Seele dem Teufel verkaufen. Nur um dadurch materielle oder auch andere Vorteile wie z.B. Macht, für die kurze Zeit ihres irdischen Daseins zu genießen. Man kann nicht zwei Herren dienen (Gott und Mammon) siehe dazu Matthäus 6, 24-34.

Schade ist auch, dass nach dem irdischen Dasein wahrscheinlich viele Familienangehörige nicht mehr zusammenfinden, wenn die einen nach oben und die anderen nach unten kommen. Ich empfinde keine Schadensfreude, wenn manche Personen eines Tages das bekommen, was sie verdienen. Lediglich ein wenig Mitleid, aber auch das hält sich in Grenzen, denn sie wollten es ja nicht anders.

Ich selber möchte dies nicht nur hier schreiben, denn leere Worte ohne Taten bedeuten nichts. Auch wenn ich gerne so manche Leute zum christlichen Glauben „bekehren“ würde, bzw. versuchen, den christlichen Glauben näherbringen, im Bezug auf die Bibel, würde ich im harmlosesten Falle wohl eine Strafanzeige oder Strafbefehl wegen Belästigung bekommen. Das Einzige was ich tun kann, ist für diese Leute zu beten, so dass sie wieder auf den rechten Weg kommen.

Gott selber straft niemand. Aber wer seine Seele dem Teufel verkauft hat und immer wieder sündigt, der steht nicht mehr unter Gottes Schutz.

Krankheiten und Behinderungen sind keine Strafe Gottes, denn was kann z.B. ein unschuldiges Kind dafür?

Auch der Tod ist keine Strafe, denn sterben muss ein jeder. Manche ganz jung, im Baby/Kindesalter, wenige werden auch 100, die meisten aber so dazwischen. Wichtig ist, was danach kommen wird.

Vor ein paar Monaten habe ich von einer Frau etwas erfahren, welche ein längeres Gespräch mit einem Bestatter hatte, da Todesfall in deren Familie. Es ist ja bekannt, dass ein Bestatter in den Jahren seiner Berufsausübung viele Tote sieht. Er sagte, man könne am Gesichtsausdruck des Verstorbenen erkennen, ob er in den Himmel oder in die Hölle kommt. Die ersteren haben einen friedlichen, entspannten Gesichtsausdruck, die zweiten einen erschrockenen, bzw. verzerrten. Nun, ich selber habe noch nicht viele Tote gesehen, das liegt mir einfach nicht und ich behalte die Menschen lieber so in Erinnerung, wie sie zu Lebzeiten waren. Als etwas älteres Kind, bzw. Jugendliche hatte ich bei meinen Großeltern mal ein oder zwei Fotos von Toten gesehen, ich denke, das waren meine Urgroßeltern. Aber die sahen friedlich aus, so als ob sie schlafen würden. Wäre es anders gewesen, hätte man mir diese Fotos wahrscheinlich vorenthalten. Vor über 20 Jahren sah ich mal einen toten Mann, da er daheim aufgebahrt war. Er war zuvor jahrelang krank. Auch er hatte einen so genannten friedlichen Gesichtsausdruck, war (mit ca. 50 Jahren) erlöst von seinen Leiden. Vor 11 Jahren sah ich im Krankenhaus einen gerade verstorbenen, jungen Mann, er war damals knapp 30, von Geburt an behindert, wahrscheinlich wegen Ärztefehler. Ich wollte erst nicht in das Zimmer, aber mir wurde von den anwesenden Leuten (seiner Mutter usw.) gesagt, ich könne ohne Bedenken hineingehen. Auch er hatte einen entspannten Gesichtsausdruck, ein kleines Lächeln auf den Lippen. So wußte ich, er war gut angekommen.

Dies alles ist meine persönliche Ansicht, welche ich aus meinen Erfahrungen heraus beschreibe. Ich kam und komme stets mit vielen Menschen zusammen, da bekommt man einiges mit. Theologie habe ich nie studiert. Aber auch ein Pfarrer bzw. Geistlicher kann nicht zu 100 % sagen, was die Menschen nach ihrem Tod erwartet, bzw. warum manches, was wir nicht verstehen, Gottes Wille ist.

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